In der letzten Zeit habe ich viel über das Thema "Respekt und Vertrauen" nachgedacht:
Respektiere ich Helgis Bedürfnisse zu wenig? Oder vertraue ich im Gegenteil zu stark darauf, dass er sein bestes gibt und nicht einfach nur faul ist, wenn er nicht mitarbeiten will?
Hier also aus gegebenem Anlass ein Ausschnitt aus Helgis Jungpferdetagebuch, der sich mit dem Thema Respekt und Vertrauen befasst.
In den letzten Wochen habe ich viele nachdenkliche Posts über mein momentan gar nicht fittes Pferd geschrieben.
Jetzt ist es an der Zeit mich wieder daran zu erinnern, warum ich mit Herz und Seele Freizeitreiterin bin: Es gibt so viele schöne Momente mit Helgi, die ich mir wieder ins Gedächtnis zurück rufen will.
Nach viel Auf und Ab in den letzten Jahren und zwei Besuchen in der Tierklinik geht es Helgi jetzt besser... Aber immer noch nicht gut.
Jetzt stehe ich vor der Frage, wie es weiter geht. Hier ist ein Einblick in mein Leben mit meinem manchmal unwilligen, manchmal aber auch gut gelaunten, angeschlagenen Pferd.
Helgi liebt Herausforderungen. Er ist nicht besonders mutig, aber extrem neugierig, was Gelassenheitsübungen für uns beide zu einem großen Spaß werden lässt. Hier sind zwei Herausforderungen, die der junge Helgi mit viel Spaß gemeistert hat: Der Regenschirm und die Gymnastikmatte
Nach einer langen Verletzungsphase müssen Helgi und ich im Training wieder ganz von vorne anfangen. Hier sind zwei Übungen auf Helgis Jungpferdetagebuch, mit denen ich Helgi wieder erklären kann, dass er meinen persönlichen Bereich respektieren muss.
Nach einem Besuch in der Pferdeklinik vor 6 Wochen muss Helgi noch einmal zur Nachbehandlung. Kein Problem, denken wir. Wir hatten nie Verladeprobleme mit ihm. Aber Helgi hat sich vom letzten Mal gemerkt, dass Hänger fahren schrecklich ist und weigert sich einzusteigen. Nicht, dass ich Lösungen anzubieten hätte, aber vielleicht hilft diese Geschichte anderen, die sich mit dem gleichen Problem allein fühlen
Im Verlauf der letzten beiden Jahre ist Helgi immer unwilliger und bockiger geworden, ohne dass eine körperliche Ursache feststellbar gewesen wäre. Jetzt ist eine dauerhafte Lahmheit da, die wir in der Tierklinik untersuchen lassen wollen. Also wird Helgi in den Hänger gepackt und eine Woche lang systematisch auf den Kopf gestellt. Hier könnt ihr nachlesen, wie das ablief und was dabei heraus kam
Manchmal hat das Reiterleben viele Schattenseiten: Das Pferd ist bockig und scheint undefinierbare körperliche Probleme zu haben. Die Reiterin stürzt und fällt nach einer Schuler-OP aus, wenn das Pferd gerade dringend viel Bewegung braucht. Das Pferd wird fett und ist bockig, wenn er das Fett wieder abtrainieren soll...
So ging es Helgi und mir im letzten Jahr. Hier ist die Geschichte, wie wir damit umgegangen sind
Auf meinem hochmotivierten Isländer im flotten Tölt durchs Gelände reiten: So hatte ich mir das Leben als Islandpferdebesitzerin vorgestellt. Leider läuft im Leben dieser Freizeitreiterin nicht immer alles rund. Hier ist die Geschichte, wie Helgi plötzlich die Mitarbeit verweigerte
Lösende Übungen können helfen, wenn das Pferd verspannt läuft und den Takt verliert. Neben den bekannteren Übungen wie das Vorwärts-Abwärts-Reiten oder Schenkelweichen gibt es noch andere Übungen, die meine Trainerin Johanna mir im Laufe von Helgis Ausbildung gezeigt hat. Hier sind zwei davon: Die Schulterkontrolle und das Tempo-Verstärken.